Kursprogramm

 

 

Jeder Kurs hat ein in sich abgeschlossenes Programm. Die Kursreihenfolge ist einzuhalten, die Kursabstände müssen mindestens drei Monate (gemäß Weiterbildungsordnung der ÖÄK) sein.

 

 

 

I

 

Kurs 1:      60 Unterrichtsstunden

 

Information über die Geschichte und die theoretischen Grundlagen der manualmedizinischen Diagnostik und Therapie. Einführung in die manualmedizinische Ausdrucksweise. Demonstration der anatomischen Orientierung an der Wirbelsäule und den Extremitäten. Darstellung von Beschwerdebildern, Indikationen und Kontraindikationen. Vorstellung der anatomischen, funktionellen und neurophysiologischen Zusammenhänge im Bewegungssystem und der beteiligten Strukturen.

Anamnese, Dokumentation, Aufbau der segmentalen Bewegungsprüfung, Beurteilung des Bewegungsendgefühls. Funktionelle segmentale Irritationspunktdiagnostik und Insertionszonendiagnostik, funktionelle Anatomie der Wirbelsäule mit spondylogenen, segmentalen Funktionsstörungen. Grundlagen und Grundtechniken der  Manipulationsbehandlung. Einführung in die neuromuskulärer Behandlungstechniken. Indikationen und Kontraindikationen der manualmedizinischen Behandlung und die Anwendung der Muskelenergietechniken einschließlich der postisometrischen Relaxation. Vorstellung der Röntgendiagnostik unter manualmedizinischen Gesichtspunkten.

 

Kurs 2:     60 Unterrichtsstunden

 

Wiederholung der Lehrinhalte von Kurs 1. Differentialdiagnose der pseudoradikulären WS-Syndrome und die Indikation zur sanften Manipulation als Behandlung von Wirbelgelenksblockierungen unter Ausschluss der absoluten und relativen Kontraindikationen.  Gezielte Manipulationstherapie an der Wirbelsäule, den Rippenwirbelgelenken, einschließlich der Sakroiliakal- und Kopfgelenke. Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten des Orofazialen Syndroms (Kiefergelenk, Larynx). Entwicklung von Behandlungsstrategien zur Therapie der lokalen und pseudoradikulären spondylogenen Beschwerdebildern.

 

Kurs 3:     60 Unterrichtsstunden

Repetition der Techniken aus Kurs 1 und Kurs 2. Funktionelle Anatomie der Extremitätengelenke, Funktionsuntersuchung des Gelenksspiels, Erfassung myotendinotischer Reaktionen, Mobilisations- und Manipulationstechniken an den Extremitäten. Untersuchung der Muskelfunktionen zur Erweiterung des funktionellen Verständnisses im Bewegungssystem. Extremitätentherapie als wesentlicher Bestandteil der Verkettungssyndrome zur Rezidivprophylaxe bei Blockierungen der Wirbelsäule. Gezielte Muskeldehntechniken an den Extremitätengelenken.

Kurs 4:     60 Unterrichtsstunden

 

Repetition ausgewählter Kapitel der Kurse 1 - 3. Vorstellung der visceralen und myofaszialen Grundtechniken der Osteopathie. Grundlagen der manualmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten bei Kindern. Ganzheitlicher Behandlungsansatz multifunktioneller Störungen des Bewegungssystems der Verkettungssyndrome als Rezidivprophylaxe. Ergänzung von Muskelfunktionstechniken des Stammes und der Extremitäten. Das craniomandibuläre System, Röntgenfunktionsdiagnostik.

 

Kurs 5 (Prüfungskurs):     60 Unterrichtsstunden

 

Zusammenfassung der manualmedizinischen Techniken an der Wirbelsäule und den Extremitäten. Einbau der Manuellen Medizin als bedeutender Baustein bei Störungen des Bewegungssystems in ein therapeutisches Gesamtkonzept. Vertiefung und Überprüfung der speziellen klinischen Kenntnisse sowie der segmentalen diagnostischen und therapeutischen Technik am Patienten. Forensischer Fragenkomplex. Der Kurs wird nach Erstellen eines Therapiekonzeptes entsprechend den Erfordernissen des zu betreuenden Patienten mit einer schriftlichen Dokumentation, mündlicher und praktischer Prüfung abgeschlossen.

 

 

 

Weiterbildungskurse

 

Refresher-Kurs, Sonderkurs:     30 Unterrichtsstunden

 

Auf Basis der Grundausbildung Konsolidierung und Weiterbildung von Kenntnissen und Fertigkeiten in Theorie und Praxis. Schwerpunktthemen der Manuellen Medizin, Erfahrungsaustausch und ergänzende Vermittlung neuer und weiterentwickelter Techniken. Fallbesprechungen.

 

Refresher-Wochenende:     12 Unterrichtsstunden

 

Verfeinerung der bisher erlernten manualmedizinischen Techniken, Aktualisierung der Theorie und Praxis, Abhandlung interdisziplinärer Themen.

 

 


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